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Terminkalender

Sauberes Wasser für ALLE: FRAGEN

Zur Vorbereitung auf das öffentliche Erörterungsverfahren
am 12.12.2019 in der Landesdirektion Sachsen



(Download als PDF)
Bitte um weitere Ergänzung, an kampagnen@aufstehen-LE.de


  • Wie wertvoll ist unser Wasser? Wieviel ist unser Wasser wert? Was soll es kosten?
  • Was oder wieviel sollte eine bis 2027 befristete Erlaubnis zur Einleitung von chemisch belastetem Abwasser in die Faule Pfütze mindestens kosten?
  • Was verarbeitet und produziert die DOW Olefinverbund GmbH?
    • Rohstoffe für die Kunststoffproduktion (z.B. Bauschaum, sonstige Schäume und Gussmassen, Fußböden, Folien, Plastik-Möbel, Plastik-Taschen, Waschmittel, Kleber, Harze, Säuren, Verpackungen, Lacke, Wegwerfwindeln, Post-Ist, Sitzkissen, Plastikflaschen, Stoffe für die Herstellung von Kfz- Armaturen, Kfz-Unterbodenschutz, zur Papierherstellung) - die erdölbasierte Kunststoffproduktion ist Mitverursacher und Ursprungsquelle zahlreicher direkter und indirekter Umweltbeeinträchtigungen (enorm hoher Energieverbrauch, enormer direkter und indirekter Ausstoß von Schad- und Giftstoffemissionen in Luft und Wasser, enormes Müllaufkommen von Kunststoffprodukten -> Müllverbrennung & schwimmende Plastikinseln in den Meeren, Mikroplastikrückstände und -anreicherungen in Mensch, Flora und Fauna)
  • Ist es bzw. inwiefern ist es in Zeiten des beschleunigten Klimawandels und globaler Müllentsorgungsprobleme, Plastik- und Kunststoffprodukte auf Erdölbasis neu herzustellen?
  • Brauchen wir wirklich noch mehr Kunststoffe? Haben wir nicht bereits genügend Kunststoffe hergestellt? Gibt es nicht bereits genügend Kunststoffe in der Welt?
  • Ist die erdölbasierte Neuproduktion von weiteren Plastik- und Kunststoffen für uns zwingend erforderlich?
  • Ist es nicht so, dass wir große Teile unseres Müllaufkommens wegen Nichtsortierbarkeit verbrennen oder in’s Ausland exportieren?
  • Gibt es nicht schon genügend Mikroplastik auf der Welt?
  • Wiegt das Interesse der Öffentlichkeit (ca. 1.000.000 Menschen im Leipziger Einzugsgebiet) an einer gründlichen und dauerhaften Sanierung der Altlasten am Standort Böhlen nicht höher als das Interesse eines erdölverarbeitenden Chemiekonzerns an seinem eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb?
  • Wie hoch ist der jährliche Energieverbrauch für die Produktionsprozesse der DOW Olefinverbund GmbH?
  • Wie hoch ist der jährliche Wasserverbrauch für die Produktionsprozesse der DOW Olefinverbund GmbH?
  • Wie hoch sind die jährlichen Emissionen (in Luft und Wasser) der DOW Olefinverbund GmbH?
  • Wie ist die Umweltbilanz (im Sinne des ökologischen Fußabdrucks) der DOW Olefinverbund GmbH und ihrer Produktionsprozesse?
  • In welchem Verhältnis steht der Nutzen des Betriebes der DOW Olefinverbund GmbH für die in Leipzig und den angrenzenden Regionen lebenden Menschen zur Höhe der durch die DOW Olefinverbund GmbH verursachten Umweltkosten?
  • Was sind die Vorteile für die in Leipzig und den angrenzenden Regionen lebenden Menschen, wenn die DOW Olefinverbund GmbH weiterhin ihre Produktionsprozesse betreibt und damit gleichzeitig Schad- und Giftstoffe in großen Mengen in der Nähe von schutzbedürftigen Feuchtbiotopen und dichtbesiedelten urbanen Gebietes emittiert?
  • Wie groß sind die Vorteile für die in Leipzig und den angrenzenden Regionen lebenden Menschen, wenn die DOW Olefinverbund GmbH weiterhin ihre Produktionsprozesse betreibt und damit gleichzeitig Schad- und Giftstoffe in großen Mengen in der Nähe von schutzbedürftigen Feuchtbiotopen und dichtbesiedelten urbanen Gebieten emittiert?
  • Können diese Vorteile auch anders erreicht werden?
  • Welche praktikablen Maßnahmen sind notwendig und müssen von uns ergriffen werden, damit wir bis 2027 in den Oberflächengewässern und im Grundwasser eine gute Wasserqualität erreichen können?
  • In welcher Höhe ist die DOW Olefinverbund GmbH bereit, mehr finanzielle Mittel oder geldwerte Leistungen für die Altlastensanierung bereit zu stellen?
  • Warum, wieso und weshalb werden die sanierungsbedürftigen Altlasten in Böhlen nicht direkt am Schadstoffherd entfernt?
  • In welcher Entfernung von den Schadstoffherden werden die Altlasten in Böhlen derzeit saniert?
  • Sollte die Aufrechterhaltung des Betriebes einer Erdölraffinerie und der damit zusammenhängenden Kunststoffproduktion mehr wiegen als das Interesse und das Wohl der Allgemeinheit an einem effektiven Schutz (im Sinne von Vorbeugung und Vorsorge) vor Umweltgefahren mithilfe einer gründlichen und nachhaltigen Entfernung und Sanierung der unter den Böhlen-Werken befindlichen Altlasten direkt über den jeweiligen Schadstoffherden?
  • Warum, wieso und weshalb ist es gerechtfertigt, dass der DOW Olefinverbund GmbH im Vergleich zu anderen Unternehmen eine Altlastenfreistellung erteilt wird?
  • Ist es gerechtfertigt, dass der DOW Olefinverbund GmbH im Vergleich zu anderen Unternehmen eine Altlastenfreistellung erteilt wird?
  • Kann im Wege der eigenständigen Selbst- bzw. Eigenkontrolle zuverlässig gewährleistet werden, dass die Grenzwerte für Schad- und Giftstoffkonzentrationen auch in tatsächlicher Hinsicht (rechtzeitig) eingehalten werden?
  • Warum, wieso und weshalb kann im Wege der eigenständigen Selbst- bzw. Eigenkontrolle zuverlässig gewährleistet werden, dass die Grenzwerte für Schad- und Giftstoffkonzentrationen auch in tatsächlicher Hinsicht eingehalten werden? Können eigenständige Selbst- bzw. Eigenkontrollen manipulationsanfällig sein? Können eigenständige Selbst- bzw. Eigenkontrollen infolge von Gewinnerzielungsinteressen besonders leicht manipulationsanfällig sein?
  • Ist die DOW Olefinverbund GmbH / Dow Chemical Company ein zuverlässiges Unternehmen?
  • Ist die DOW Olefinverbund GmbH / Dow Chemical Company ein verantwortungsvolles Unternehmen?
  • Auszug aus Wikipedia:
    • Dow Chemical Company gehört zu den Top 4 des Toxic 100 Index - Zur Zeit des Vietnamkrieges stellten Dow Chemical und Monsanto das dioxinhaltige Entlaubungsmittel Agent Orange her, durch dessen Einsatz tausende Vietnamesen und auch amerikanische Soldaten gesundheitlich geschädigt wurden.
      Bis heute kommt es zu einem vermehrten Auftreten von Schwangerschaftsschäden und Fehlbildungen unter der betroffenen Bevölkerung. Ein Schadensersatzprozess scheiterte 2006 in Vietnam, da ein wissenschaftlicher Nachweis des Zusammenhangs zwischen den Gesundheitsschäden und Agent Orange nicht erbracht werden konnte. Die Unternehmen lehnten die Übernahme der Verantwortung mit der Begründung ab, dass der Einsatz durch das US-Militär außerhalb ihrer Einflussnahme lag.
    • Union Carbide, ein Unternehmen, das am 6. Februar 2001 von Dow Chemical erworben wurde, ist mit dem so genannten Bhopalunglück vom 3. Dezember 1984 für den folgenreichsten Industrieunfall der Geschichte verantwortlich. Hierbei starben durch Freisetzung einer großen Menge Methylisocyanat in die Luft mittel- und unmittelbar nach dem Unfall etwa 20.000 Menschen, weitere 150.000 bis 600.000 Menschen trugen teils schwere chronische Schäden davon. Dow Chemical steht bis heute unter der Kritik, diese Personen immer noch nicht ausreichend entschädigt zu haben. Dafür erhielt das Unternehmen den „Public Eye Award“. Zudem fühlt sich das Unternehmen nicht für die Sanierung des Fabrikgeländes zuständig.
    • Durch Einleitung von Abwässern in den Tittabawassee River in Michigan, der in den Saginaw River mündet, sind beide Flüsse mit Dioxinen schwer belastet. Dieses Problem wurde im November 2006 aufgedeckt. In den Abwässern der Produktionsanlagen von Dow Chemical in Midland fanden sich erhöhte Gehalte an polychlorierten Dibenzodioxinen, die damit im Zusammenhang zu stehen scheinen. Das Blut von Menschen, die öfter Fisch aus dem Tittabawassee River aßen, enthielt höhere Dioxingehalte als üblich. Zwischen Juli 2007 und November 2008, schloss Dow Chemical einen Vergleich mit den zuständigen US-Behörden (u. a. Environmental Protection Agency) zur Entfernung von dioxinkontaminierten Sedimenten der betroffenen Gewässer und zur Gründung einer Stiftung für die Lösung dieser Umweltprobleme im betreffenden Gebiet.
    • 2010 gab es einen Fernsehbericht in der Reihe „die Story“ vom Westdeutschen Rundfunk, in dem behauptet wird, das Unternehmen importiere weiterhin den gesundheitsschädlichen und verbotenen Asbest Chrysotil mit einer Ausnahmegenehmigung nach Europa. Die Zellen von Chloralkalielektrolyse- Anlagen beinhalten diesen Stoff. Eine versprochene Stellungnahme hierzu habe das Unternehmen bis heute nicht abgegeben. Die Bundesregierung bestätigte aufgrund einer kleinen Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen die genehmigte Einfuhr.
    • 2017 wurde Dow Chemical vorgeworfen, die Daten für die Risikoprüfung ihrer gentechnisch veränderten Sojabohne manipuliert zu haben: https://bio-markt.info/kurzmeldungen/testbiotechhat-hinweise-fuer-manipulation-der-risikopruefungen-von-gen-soja.html (aufgerufen am 25.10.2019, 20:53 Uhr)
    • Die Elektrolyse-Anlagen des Dow-Werkes in Stade sind nach der Deutschen Bahn der größte Einzelverbraucher von elektrischer Energie in Deutschland und sind mit rund 15% der gesamten europäischen Chlorproduktion der größte Hersteller in der EU. Zu deren Versorgung mit Strom stand ein Drittel der Leistung des Atomkraftwerks Stade zur Verfügung. Auf dem Firmengelände in Stade ist seit Juli 2014 ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 1.000 Megawatt geplant.
    • Artikel auf Spiegel Online vom 30.11.2010: "Greenpeace verklagt US-Chemieriesen Dow Chemical" (https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/spionagevorwurf-greenpeace-verklagt- uschemieriesen-dow-chemical-a-732030.html)
    • Zeitungsartikel in der LVZ am 12.10.2014: "Tote Fische in der Faulen Pfütze" (https://www.lvz.de/Region/Borna/Tote-Fische-in-der-Faulen-Pfuetze)
  • Wie nimmt die DOW Chemical Company ihr obliegende Schadensersatz- und Entschädigungspflichten wahr?



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